Nr.: 313, 27. Oktober 2019, Pressemitteilung In Bezug Auf Die Erklärungen Des Griechischen Außenministeriums

Republik Türkei Außenministerium 27.10.2019

Obwohl Griechenland leugnet, dass irreguläre Migranten von griechischen Behörden in die Türkei zurückgeschoben werden, gibt es weiterhin Vorfälle, in denen irreguläre Migranten von griechischen Beamten von Griechenland aus in die Türkei sowohl auf dem Landweg als auch auf dem Seeweg zurückgedrängt wurden.

Im Jahr 2018 wurden 11.867 irreguläre Migranten von Griechenland aus in die Türkei zurückgedrängt, dies entspricht 25.404 in den ersten 10 Monaten des Jahres 2019. Aus den Zeugenaussagen von zurückgeschobenen Migranten stellt sich heraus, dass nach der Inhaftierung durch griechische Beamten ihre persönlichen Wertgegenstände ohne offizielles Verfahren beschlagnahmt wurde, sie einer inakzeptablen Behandlung unterzogen und geprügelt und dann unter Begleitung der griechischen Beamten an unsere Grenzen zurückgeschoben wurden.

Die Türkei verfügt jede Menge Bilder, Fotos, Dokumente und Zeugenaussagen von zurückgeschobenen Personen über die Zurückschiebungspraktiken der griechischen Beamten.

Die völkerrechtswidrigen Zurückschiebungspraktiken Griechenlands sind auch in den Berichten des Europarates registriert. Der Europarat forderte Griechenland auf, die Zurückschiebungspraktiken einzustellen und diese Vorfälle zu untersuchen.

Es ändert nichts an der Realität vor Ort, dass die griechischen Behörden ihre völkerrechtswidrigen Zurückschiebungen leugnen, die von unseren zuständigen Behörden und dem Europarat festgestellt werden.

Wir fordern die neue griechische Regierung auf, an der Korrektur dieser völkerrechtswidrigen Politik zu arbeiten, anstatt Vorfälle der Zurückschiebungen zu leugnen, über die uns alle Informationen und Dokumente vorliegen und die auch vom Europarat identifiziert werden.