Fa-4, 19. Januar 2020, Antwort Vom Sprecher Des Außenministeriums, Herrn Hami Aksoy, Auf Eine Frage Zu Der Erklärung Der Eu Zur Dritten Bohrung Des Türkischen Bohrschiffs Yavuz In Den Trnz-lizenzgebieten

Republik Türkei Außenministerium 19.01.2020

Das türkische Bohrschiff Yavuz fuhr am vergangenen Freitag in das Lizenzgebiet „G“ südlich der Insel, um seine dritte Bohrung im Einklang mit den Lizenzen durchzuführen, die Turkish Petroleum von der Regierung der Türkischen Republik Nordzypern für das Jahr 2011 erteilt wurden.

In diesem Lizenzgebiet haben die türkischen Zyprioten als Miteigentümer der Insel ebenso Rechte wie die griechischen Zyprioten. Sollten in diesem Gebiet Erdöl und Erdgas gefunden werden, werden beide Parteien die Einnahmen gemeinsam teilen.

In diesem Zusammenhang ist der Vorschlag der türkisch-zypriotischen Behörden vom 13. Juli 2019 über die gerechte Aufteilung der Kohlenwasserstoffressourcen und der Einnahmen nach wie vor gültig und stellt eine große Chance für eine Lösung dar.

Die Europäische Union hat sich seit 2003 zur Usurpation und Verletzung der Rechte sowohl der Türkei als auch der türkischen Zyprioten im östlichen Mittelmeer nicht geäußert. Die EU hat die türkischen Zyprioten in ihrer Erklärung zu diesem Thema nie erwähnt oder auf sie Bezug genommen und damit die Existenz und die Rechte der türkischen Zyprioten ignoriert.

Die EU sollte unter dem Vorwand der Unionssolidarität in erster Linie ihre unrealistische, voreingenommene und mit zweierlei Maß messende Politik beenden.

Die Türkei wird die Rechte der türkischen Zyprioten auch südlich der Insel weiterhin schützen, bis ihre Rechte an den Kohlenwasserstoffressourcen der Insel gesichert sind und ein Kooperationsmechanismus im Rahmen des Vorschlags vom 13. Juli 2019 eingerichtet wird.