Nr.:138, 7. April 2021, Pressemitteilung Zum 27. Jahrestag Des Völkermords An Den Tutsi 1994 In Ruanda

Republik Türkei Außenministerium 07.04.2021

Am 27. Jahrestag des Völkermords an den Tutsi erinnern wir uns noch einmal mit tiefem Bedauern an eine der schlimmsten Gräueltaten in der jüngeren Geschichte der Menschheit, die 1994 in der Republik Ruanda stattfand, wo mehr als 1 Million Menschen systematisch und brutal ermordet wurden. Wir teilen aufrichtig den Schmerz des befreundeten Staates und des Volkes von Ruanda und sprechen unser Beileid aus.

Wir verfolgen mit Anerkennung die Errungenschaften, die Ruanda seit 1994 bei der Sicherung des sozialen Friedens und der nationalen Einheit sowie der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung erzielt hat.

Der Internationale Strafgerichtshof für Ruanda (ICTR) wurde 1994 mit der Resolution des UN-Sicherheitsrates eingerichtet. Seit 1995 hat der Gerichtshof 62 Personen verurteilt, die ernsthaft gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen haben.

Darüber hinaus hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen durch Resolutionen vom 23. Dezember 2003 und 26. Januar 2018 den 7. April zum "Internationalen Tag des Gedenkens an den Völkermord 1994 an den Tutsi in Ruanda" erklärt.

Die Türkei, die alle Arten von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und extremistische Ideologien ablehnt, wird weiterhin entschlossen in Solidarität mit den Ländern, die dieselben Werte teilen, dafür kämpfen, dass sich ähnliche Katastrophen in Zukunft nicht wiederholen. In diesem Zusammenhang betonen wir die Bedeutung der Zusammenarbeit der internationalen Gemeinschaft gegen alle Arten von Diskriminierung und Hassreden, die den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit bedrohen. Wir unterstreichen auch die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit für die Umsetzung der ICTR-Entscheidungen und dafür, dass flüchtige Völkermordverbrecher vor Gericht zur Rechenschaft gezogen werden.