Türkische Botschaft Berlin

Mitteilungen des Türkischen Aussenministeriums

Pressemitteilung Bezüglich Der Entscheidung Der Griechisch-zypriotischen Verwaltung, Nicht In Den Diskussionen Des Un-verhandlungsprozesses Teilzunehmen , 08.10.2014

Nr. 313, 8. Oktober 2014

Die Entscheidung der griechisch-zypriotischen Verwaltung von gestern (dem 7. Oktober), nicht in den Sitzungen im Rahmen des UN-Verhandlungsprozesses teilzunehmen, die am 11. Februar 2014 wieder aufgenommen wurden, stellt eine offene Angabe der Unaufrichtigkeit der griechisch-zypriotischen Seite zu diesem letzten Prozess dar, die seit 2008 weiterlaufen. Was in Zypern gebraucht wird, ist nicht eine neue Spannung, sondern die Schaffung einer Umgebung für Lösung und Kooperation.

In der Erklärung von unserem Ministerium vom 4. Oktober 2014, wurde es noch einmal erklärt, dass das gemeinsame Ziel und die Priorität der Türkei und der türkisch-zyprischen Seite ist, eine gerechte und dauerhafte Verhandlungslösung der Zypern-Frage zu erreichen, die nun für mehr als 50 Jahre andauert, die auf der Grundlage der konstitutiven inhärenten Kräfte der beiden Völker, ihrer politischen Gleichberechtigung und das Miteigentum an der Insel basiert. Unser Ziel ist es sicherzustellen, dass der UN-Prozess, der seit 2008 andauert, wieder mit den intensiven Bemühungen der türkischen Seite zügig abgeschlossen wird; und diese letzte Chance nicht vertan wird.

Es ist jedoch offensichtlich, dass die Zypern-Frage nicht nur durch die Bemühungen der türkisch-zypriotischen Seite und der Türkei als Garant beigelegt kann. Die Versuche der griechisch-zypriotischen Verwaltung, einseitig die natürlichen Ressourcen der Insel zu nutzen, motiviert durch die Illusion, dass sie der alleinige Eigentümer der Insel ist, und mit ihrer Haltung nicht auf die Vorschläge der türkisch-zyprischen Seite für eine faire Aufteilung der natürlichen Ressourcen zu reagieren, zeigt, dass sie nicht auf die Idee bereit sind, eine Partnerschaft für Lösung und Kooperation zu bilden.

Die Türkei und die türkisch-zyprische Seite wünschen eine verhandelte, dauerhafte politische Lösung auf der Insel und sehen dies als Voraussetzung der Vision des gemeinsamen Wohlstands, der Stabilität und Sicherheit im gesamten östlichen Mittelmeerraum. Daher ist es wichtig, dass die griechisch-zypriotische Seite nun eine klare Haltung in Bezug auf die neue Partnerschaft auf der Grundlage der inhärenten konstitutiven Macht und der politischen Gleichberechtigung der beiden Völker, die Miteigentümer der Insel sind, einnimmt. Die Blockade des Weges der derzeitigen Bemühungen für eine umfassende Lösung unter der Schirmherrschaft der UN-Vermittlungsmission zeigen, dass die griechisch-zypriotische Seite keine neue Partnerschaft will.

Als Mutterland und Garant wird die Türkei, die Präferenzen der beiden Völker der Insel respektieren, die durch ihren konstitutiven Willen bestimmt werden; jedoch wird sie es niemals zulassen, dass die türkischen Zyprioten zu einer Minderheit in einem griechisch-zypriotischen "Staat" werden.

Aus diesem Anlass laden wir noch einmal die griechisch-zypriotische Verwaltung dazu ein, ihre einseitigen und provokativen Aktionen aufzugeben und aufrichtige Bemühungen zu zeigen um eine Lösung im Rahmen des UN-Prozesses zu erreichen. Wir erwarten auch, dass unser Nachbar Griechenland, als ein weiterer Garant für Zypern, ihre Bemühungen ohne weitere Verzögerung, die griechisch-zypriotische Verwaltung in Richtung Lösung zu fördern, weiterführt. Die Türkei wird ihre Unterstützung für alle Arten von Ansätzen auf Basis von gutem Glauben für eine Lösung, weiterführen.