Türkische Botschaft Berlin

Mitteilungen des Türkischen Aussenministeriums

Pressemitteilung In Bezug Auf Die Tragödie Des Schiffes "struma", Welches Am 12. Dezember 1941 Aus Constanza Auslief Und Am 24.februar 1942 In Den Internationalen Gewässern Des Schwarzen Meeres Durch Eine Torpedo Versenkt Wurde , 23.02.2015

Nr.: 71, 23. Februar 2015

Heute vor genau 73 Jahren, am 24. Februar 1942, wurde das Schiff mit jüdischen Flüchtlingen, die Struma, welches aus dem Hafen von Constanza auslief, durch eine Torpedo seitens eines sowjetischen U-Boots in den internationalen Gewässern im Schwarzen Meer an der Küste von Şile versenkt. Beim Untergang starben mit den Besatzungsmitgliedern insgesamt 768 Menschen, darunter 103 Kinder. Nur ein Flüchtling überlebte.

Das Leben dieser 768 Frauen, Kinder, kranken, Jugendlichen, Senioren, Babys, die wegen der fast in ganz Europa verbreiteten Nationalsozialismus und Antisemitismus zur Zeiten des II. Weltkrieges ihre Länder, Städte und Dorfe verlassen mussten, endetet heute vor 73 Jahren auf einer tragischen Weise.

Dieses Ereignis, unabhängig von der Religion oder Volkszugehörigkeit der Opfer, bleibt als eine Tragödie in der Geschichte der Menschheit und muss auch so in die Geschichte eingehen.

Mit diesem Verständnis, auch im Vordergrund des 70. Jahrestags des Holocausts, gedenken wir respektvoll diejenigen, die im Struma ums Leben gekommen sind und sprechen unser Beileid an die Verwandten und unseren Türkisch-jüdischen Bürger aus, die Augenzeugen dieses Ereignis waren und daher sehr sensibel und traurig sind. Wir teilen den Schmerz des Verlusts dieser Menschen, für die wir uns bemüht haben, sie am Leben zu halten.

Die Türkei hat sich bemüht stets mit einer menschlichen Empfindlichkeit gegenüber den meisten menschlichen Tragödien, die in dieser Geographie aufgetreten sind, zu nähern und ist sich seiner Verantwortung bewusst, diese Ereignisse den neuen Generationen zu wiederspiegeln.