Fa-19, 03. April 2020, Antwort Vom Sprecher Des Außenministeriums, Herrn Hami Aksoy, Auf Eine Frage In Bezug Auf Den Brief Des Griechischen Ministerpräsidenten Mitsotakis An Den Französischen Präsidenten Macron Und Die Deutsche Bundeskanzlerin Merkel

Republik Türkei Außenministerium 04.04.2020

Der griechische Ministerpräsident Mitsotakis hat in seinem Brief an den französischen Präsidenten Macron und die deutsche Bundeskanzlerin Merkel vorgeschlagen, dass der finanzielle Beitrag für die Türkei im Einklang mit der Verringerung der Migrationsströme nach Europa erfolgen sollte.

Während Griechenlands unmenschliche und schändliche Behandlung der Asylsuchenden, die vor den Augen der ganzen Welt an ihren Grenzen ankommen, noch in Erinnerung bleibt, ist der Vorschlag dieses Landes, finanzielle Hilfe für die Anzahl der Flüchtlinge zu leisten, das Ergebnis einer stark verzerrten und unmoralischen Haltung.

Bis heute hat die Türkei 40 Milliarden Dollar für 4 Millionen Asylsuchende ausgegeben, die sie ausschließlich aus humanitären Gründen aufgenommen hat.

Die EU hingegen hat von den 6 Milliarden Euro, die sie der Türkei für die Syrer zugesagt hat, bis heute nur 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Dennoch hat sie fast 3 Milliarden Euro an Griechenland für die 100.000 Asylsuchenden im Land ausgezahlt.

Unser Vorschlag ist permanent: Griechenland kann die Asylsuchenden in der Türkei aufnehmen. Die EU hingegen könnte Griechenland die finanzielle Hilfe für die Asylsuchenden zur Verfügung stellen. Im Einklang mit dem Prinzip der Nachbarschaft werden wir Griechenland finanziell unterstützen.